News

21. Oktober 2017

SG 99 Andernach - die „Bäckerjungen“ - „Wir sind stärker als vergangene Saison“

Die SG 99 Andernach erwischte einen tollen Start, aber der Kernstadtclub hatte auch ein gehöriges Zwischentief. Mit 20 Punkten aus 13 Spielen steht die Elf von Jupp Kowalski ordentlich da. Bitter ist allerdings das Pokalaus beim A-Ligist SV Sirzenich. Ist es eigentlich nicht mal Zeit, im vierten Jahr in der Rheinlandliga, die Ziele beim Kernstadtclub nach oben zu korrigieren?
Der mit 22,7 Jahre junge Kader verspricht einiges, besonders Herzblut und Identifikation mit dem Verein.
Wir sprachen vor dem Spiel gegen den Tabellenführer aus Eisbachtal (Anstoß am Sonntag um 15 Uhr) mit dem Cheftrainer und 2. Vorsitzenden der SG 99 Andernach Franz Kowalski.

SG 99: Herr Kowalski, am Sonntag um 15 Uhr geht es gegen die Sportfreunde Eisbachtal, die aktuell Spitzenreiter der Rheinladliga sind. Mit welchen Erwartungen geht es nach dem Traumstart und der aktuellen Situation in die Partie?

Kowalski: Das wird ganz schwer! Wir brauchen sicherlich einen Sahnetag um am Sonntag etwas gegen Eisbachtal zu holen.

SG 99: Steht Ihnen der komplette Kader zur Verfügung?

Kowalski: Bis auf Kevin Kowalski und Mete Begen, die beide noch fraglich sind, stehen uns alle Spieler zur Verfügung.

SG 99: Was waren die Gründe für den guten Start und dem darauf folgenden Tief?

Kowalski: Mit der Leistung gegen den TuS Mayen haben wir bewiesen, dass wir jederzeit in der Lage sind gegen einen der TOP6 mitzuhalten. Da  haben wir mit allem was wir haben dagegen gehalten. Dazu haben wir sie mit unserem gefährlichen Umschaltspiel auch vor Probleme in der Defensive gestellt. Des Weiteren ist das Besondere an der Mannschaft der Teamgeist. Wir halten zusammen. Allerdings benötigen wir eben immer 110%. Wenn wir die unterschreiten, wird es schwer für uns.

SG 99: Auch im vergangenen Jahr hatten Sie einen guten Start, doch in der Hinrunde ist ihre Mannschaft dann eingebrochen. Warum passiert das nicht in dieser Runde?

Kowalski: Das kann auch in dieser Saison passieren. Jedoch reift die Mannschaft von Jahr zu Jahr. Die Erfahrung wird uns weiter bringen.

SG 99: Mete Begen war eigentlich schon weg (RW Koblenz) und dann plötzlich wieder da, wie wichtig ist er für die SG?

Kowalski: Extrem wichtig! Er passt  charakterlich sehr gut ins Team und ist auch in der Kabine wortführend. Als Andernacher passt er natürlich optimal in unser Konzept. Sein Abgang wäre ein herber Verlust gewesen.

SG 99: Dazu kam mit Burim Zeneli der Aufstiegstorschütze und ihr Sohn, Kevin Kowalski, beide Spieler der A-Klasse, was versprechen Sie sich von den beiden Rückkehrern?

Kowalski: Beide sind Eigengewächse der SG 99. Jeder, der mal in der Jugend für die SG gespielt hat, dem steht die Tür immer offen für die Rückkehr. Die Mannschaft  ist im Durchschnitt 22 Jahre jung. Ich wiederhole es gerne immer wieder: Der „Andernacher Weg“ ist unumgänglich. Warum sollten wir Geld ausgeben, wenn wir die Qualität im Verein haben oder die Spieler wieder zu uns wollen?

SG 99: War auch ein Alexi Weidenbach von Rot-Weiß Koblenz ein Thema bei Ihnen?

Kowalski: Alexi Weidenbach ist ein überragender Fußballer und auch ehemaliger Spieler der SG. Auch bei ihm steht die Tür immer offen. Allerdings weiß er auch, was er in Andernach hat und was er nicht hat, beziehungsweise bekommt.

SG 99: Die Damen spielen nun 2. Bundesliga, sie stürmen die Rheinlandliga. Auf dem Stadiongelände hängen so viele Banner wie noch nie, wie erleben Sie den Boom der SG?

Kowalski: Es geht seit Jahren in eine positive Richtung. Der Schuldenabbau klappt besser als erwartet und wir sind auch viel früher schuldenfrei als geplant. Das hat natürlich mit unseren treuen Sponsoren zu tun, denen wir unendlich dankbar sind. Die Damen haben da auch einen großen Teil beigetragen.

SG 99: Schadet da nicht so ein unnötiges Ausscheiden aus dem Rheinlandpokal?

Kowalski: Förderlich war es sicherlich nicht. Aber die Niederlage geht auf meine Kappe und dazu stehe ich. Ich habe zu früh gewechselt und somit den Spielverlauf unterbrochen. Nach dem Spiel ist man natürlich schlauer. Trotzdem ist ein Sieg im Rheinlandpokal und der damit verbundenen Teilnahme am DFB Pokal, inklusive Fernsehübertragung utopisch für uns. Für All-Inklusive haben wir nun mal Kai Franzke als Sponsor, da kann man seine Wünsche buchen.

SG 99: Was würden Sie sich noch wünschen?

Kowalski: Es läuft aktuell bei uns. Sicherlich würden uns zwei, drei Trainer im Jugendbereich zusätzlich gut tun. Aber das ist schwierig. Bisher dachte ich immer, dass man als Jugendleiter nicht mehr als Uwe Kroll arbeiten kann. Yassin Mohammed (jetziger Jugendleiter) belehrt mich da seit Saisonbeginn eines Besseren. Er ist ein Glücksfall für uns. Seine Trainerverpflichtungen sind allesamt top. Angefangen mit Dirk Windhäuser, einer Granate, bis Tobias Zillgen.

Wir wünschen Ihnen weiter eine erfolgreiche Saison und Vielen Dank für das offene Gespräch!

Franz-Josef Kowalski
Geboren am 18.11.1966 in Andernach
Verheiratet seit 1988 und schon seit 1995 Inhaber der Dachdeckerfirma Kowalski
2.Vorsitzender der SG 99 seit 2008
1 Sohn und 1 Tochter , 3 Enkel

                                                                                                                                               Von der SG 99 berichtet Kai Franzke jr.