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11. September 2017

Komplimente, aber keine Punkte: SG 99 verliert gegen Hoffenheim

Noch mehr Komplimente, aber weiterhin keine Punkte: Bei der Heimspielpremiere in der 2. Bundesliga Süd gegen die TSG 1899 Hoffenheim II zeigte die erste Frauenmannschaft unserer SG 99 Andernach vor immerhin 325 Zuschauern eine ansprechende Leistung, ging nach dem respektablen Auftritt in München (0:1) diesmal mit 1:2 (1:1) jedoch erneut leer aus.

Keine Frage, dass Teamchef Kappy Stümper dem Spiel noch eine Weile hinterhertrauerte: „Schade, dass wir uns für den Aufwand nicht belohnt haben. Zwei unglückliche Situationen haben uns ins Hintertreffen gebracht. Leider haben wir vorne die sich bietenden Chancen nicht genutzt, zweimal stand ja Antonia Hornberg allein vor der gegnerischen Torhüterin.“ Zumindest gelang der SG 99 das erste Saisontor, als Spielertrainerin Isabelle Stümper den Ball am Strafraum der Gäste geschickt annahm und die TSG-Torhüterin Ann-Kathrin Dilfer mit einem gefühlvollen Schlenzer ins lange Eck überlistete (15.).  

Der Hoffenheimer Coach Siegfried Becker räumte später unumwunden ein: „Das Spiel hätte in der ersten Halbzeit eine ganz andere Richtung nehmen können. Da hatten wir fast keine Torchance.“ Dennoch traf seine Mannschaft ins Schwarze, weil Jana Beuschlein mit einem zwar tückischen, aber auch durchaus haltbaren Distanzschuss die Andernacher Torfrau Kathrin Günther düpierte (31.). „Das Gegentor hat uns ein Stückweit aus dem Konzept gebracht, aber die Mannschaft hat sich wieder gefangen,“ sagte Kappy Stümper. Nach einem Platzregen zu Beginn der zweiten Halbzeit kam die TSG ein wenig besser in Fahrt, benötigte aber erneut gütige Mithilfe, um die Weichen auf Sieg zu stellen. Günther ließ einen an sich harmlosen Weitschuss abprallen, die energisch nachsetzende Franziska Harsch traf zum 1:2 (62.) und kollidierte dabei unglücklich mit der Andernacher Torhüterin. Die musste nach kurzer Behandlungspause mit einer Wirbelsäulenprellung ausgewechselt werden, das passte an diesem verregneten Nachmittag ins schiefe Bild. Denn auch Hornberg, Aktivposten auf der rechten Angriffsseite, ging nach 55 Minuten mit Verdacht auf Bänderriss im Fuß vom Platz. Bleibt nur zu hoffen, dass sich beide Verletzungen als nicht so schwer herausstellen.

Bis zum nächsten Spiel gibt es nun ein wenig Zeit zur Regeneration. Es folgt ein freies Wochenende, erst am Sonntag danach (24. September, 14 Uhr) reist die SG 99 zum Bundesliga-Absteiger Bayer 04 Leverkusen, die Begegnung wird im Nachwuchsleistungszentrum Kurtekotten ausgetragen. Die Werkself ist wie München und Hoffenheim mit zwei Siegen in die Saison gestartet - also wieder eine extrem schwierige Aufgabe für die Bäckermädchen…

SG 99 Andernach: Günther (64. König) - Langenfeld, Schumacher, Zimmermann, Weingarz - Asteroth, Umbach - Hornberg (55. Sternitzke, Isabelle Stümper, Krumscheid - Jasmin Stümper.

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Hier klärt die Hoffenheimerin Franziska Harsch per Kopf eine brenzlige Situation vorm eigenen Tor gegen die SG 99 (ganz links Torschützin Isabelle Stümper), auf der anderen Seite traf die Nummer vier der TSG später zum entscheidenden 1:2. Foto: Norbert J. Becker