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21. September 2017

SG 99 fordert Bayer 04 Leverkusen gleich doppelt heraus

Gleich doppelt fordert unsere SG 99 Andernach am Sonntag Bayer 04 Leverkusen zum Fußballduell heraus: Erst wagt um 12.30 Uhr die U13 der Bäckermädchen den Kräftevergleich mit dem Nachwuchs der „Werkselfen“. 90 Minuten später treffen die Frauenteams beider Vereine am dritten Spieltag der Zweiten Bundesliga Süd aufeinander. Unterstützung aus dem eigenen Lager ist der SG 99 dann gewiss.

Nach zwei strapaziösen Auswärtstouren nach Alberweiler (415 km) und München (520 km) ist die Anreise für den Klassenneuling in der zweithöchsten Klasse der Republik diesmal wesentlich entspannter. Das Nachwuchsleistungszentrum Kurtekotten in Köln, in dem die Leverkusener Frauen ihre Heimspiele auszutragen pflegen, liegt nur etwas mehr als eine knappe Autostunde von Andernach entfernt. Für drei Spielerinnen der SG 99 ist es eine Aufgabe praktisch vor der eigenen Haustür: Maren Weingarz, Jasmin Stümper und Natascha Schneider wohnen in relativer Nähe.

Wobei Schneider in jüngster Zeit aufgrund beruflicher Belastung kaum trainieren konnte. Jasmin Stümper plagt sich derzeit mit einem geschwollenen Fuß herum. Auch aus anderen Gründen war der Andernacher Kader zum Wochenbeginn während der Übungseinheiten arg ausgedünnt, nur zehn Aktive konnten Spielertrainerin Isabelle Stümper und Teamchef Kappy Stümper begrüßen. Für Antonia Hornberg, die im jüngsten Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim II (1:2) verletzt ausgewechselt werden musste, geht nach einem Bluterguss im Sprunggelenk momentan rein gar nichts. Neben der angeschlagenen Jasmin Stümper schleppte sich auch Clara Viebranz mit Oberschenkelproblemen durchs Training. Anna Zimmermann, Eva Langenfeld, Caroline Asteroth und Luisa Deckenbrock fehlten krankheitsbedingt. Wer von ihnen am Sonntag 100-prozentig fit ist und auflaufen kann, steht noch in den Sternen. Außer Hornberg werden Sarah Preußner (Urlaub) und die langzeitverletzte Jana Sebastian ausfallen.

In der Summe keine guten Voraussetzungen, um im Spiel beim Top-Titelfavoriten etwas Zählbares mitzunehmen. Das aber ist dennoch das erklärte Ziel, Teamchef Stümper wirft niemals frühzeitig die Flinte ins Korn: „Ich hoffe, dass wir auch im dritten Spiel gegen ein Spitzenteam eine Leistung auf Augenhöhe abrufen können. Nur sollten wir uns dann auch mal mit einem Punktgewinn belohnen.“ Wer das im Detail bewerkstelligen soll, kann und will er im Moment nicht sagen: „Aufgrund der personellen Lage werden wir Taktik und Aufstellung erst kurzfristig festlegen können.“ Kleiner Lichtblick: Torhüterin Kathrin Günther nimmt nach ihrer im Spiel gegen Hoffenheim erlittenen Wirbelsäulenprellung wieder am Training teil. Zudem wird Desiree Hennig die Reise nach Leverkusen mitmachen. Die 27-jährige Defensivspielerin hat sich zwar nach Ablauf der vergangenen Saison in die zweite Mannschaft zurückgezogen, zählt aber zum erweiterten Kader und wird aushelfen.

Vor etwas mehr als einem Jahr standen sich die SG 99 und Leverkusen schon einmal gegenüber, damals noch unter völlig anderen Voraussetzungen. Der Regionalligist unterlag nach ordentlichem Auftritt im Test dem damaligen Bundesligisten nur mit 0:2. Die übernächste Partie um Punkte lässt übrigens eine ganze Weile auf sich warten: Wegen Länderspielpause und zweiter DFB-Pokalrunde steigt das Andernacher Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenführer aus Saarbrücken erst am 15. Oktober. Vor der Auswärtsaufgabe beim 1. FFC Frankfurt II (29. Oktober) gibt es wieder eine zeitliche Lücke, die der Klassenneuling aber zu überbrücken weiß. Am 22. Oktober steht um 14 Uhr ein Testspiel beim Nord-Zweitligisten Borussia Mönchengladbach auf dem Programm.

Bitterer Verlust: Die SG 99 muss in Leverkusen auf Flügelflitzerin Antonia Hornberg (rechts in Aktion) verzichten, der Neuzugang aus Mainz laboriert an einem Bluterguss im Sprunggelenk. Foto: Norbert J. Becker