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24. September 2017

Bitteres 1:2 in Leverkusen: SG 99 verliert erneut ganz knapp

Frustrierend: Zum dritten Mal hintereinander bot die erste Frauenmannschaft unserer SG 99 Andernach einem Topteam der Zweiten Bundesliga Süd die Stirn, auf den ersten Punktgewinn muss der tapfere Klassenneuling aber weiter warten. Auch das Spiel bei Bayer 04 Leverkusen ging vor etwas mehr als 200 Zuschauern wie die beiden anderen zuvor mit einem Tor Unterschied verloren, am Ende setzte sich der Bundesliga-Absteiger knapp mit 2:1 (1:0) durch. Rund 20 Minuten nach dem Abpfiff konnte es der hörbar enttäuschte Andernacher Teamchef Kappy Stümper noch immer nicht so recht glauben: „Uns fehlt das Glück des Tüchtigen, das ist echt ärgerlich. In einem insgesamt ausgeglichenen Spiel hatten wir sogar die besseren Chancen.“

In einer relativ ereignislosen ersten Halbzeit auf dem Platz im Nachwuchsleistungszentrum Kurtekotten waren es die Bäckermädchen, die nach 22 Minuten ein Tor von Katharina Sternitzke bejubelten – sehr zum Leidwesen der Andernacher Anhänger folgte die unsichere Schiedsrichterin jedoch dem späten Hinweis ihrer Assistentin, die die vermeintliche Torschützin im Abseits wähnte. Dabei hatte Vorlagengeberin Jasmin Stümper einen Diagonalpass nach innen gespielt, Sternitzke stand in diesem Moment deutlich hinter dem Ball – so hatte es nicht nur das Gros der Gäste gesehen.
Als sich schon alle auf ein torloses Remis zur Pause eingestellt hatten, schlug Leverkusen zu. Ein umstrittener Freistoß fand in der sträflich ungedeckten Henriette Csiszar am langen Pfosten einen dankbaren Abnehmer (45.+1). Die SG 99 kam mit den besten Vorsätzen aus der Kabine, fünf Minuten später war das taktische Konzept aber über den Haufen geworfen. Wieder war es ein Freistoß in den Strafraum, diesmal traf Madeline Gier ins Schwarze. SG-Keeperin Kimberly König war noch am Ball dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Als Jasmin Stümper nach schöner Einzelleistung relativ zügig auf 2:1 stellte (63.), keimte wieder Hoffnung im Lager des Neulings auf. Linksverteidigerin Maren Weingarz wurde nach vorne beordert, der Druck der SG 99 in den letzten zehn Minuten aufs Bayer-Tor nahm zu. Doch der durchaus verdiente Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Damit bleiben die Stümper-Schützlinge weiter punktlos. Die nun folgende Aufgabe ist nicht minder delikat als die drei vorangegangenen: Nach dreiwöchiger (!) Pause stellt sich kein Geringerer als der 1. FC Saarbrücken am 15. Oktober in Andernach vor. Der Tabellenführer fegte gestern den 1. FC Köln II mit sage und schreibe 9:1 vom Platz.

SG 99 Andernach: König - Langenfeld, Schumacher, Zimmermann, Weingarz - Asteroth (82. Schneider), Umbach - Krumscheid, Isabelle Stümper, Sternitzke (71. Deckenbrock) - Jasmin Stümper.

Kaum zu fassen: Die SG 99 (hier mit Eva Langenfeld am Ball, links hinten Magdalena Schumacher) zeigte beim 1:2 in Leverkusen erneute eine reife Leistung, mit Punkten wurde das bisher aber (noch) nicht belohnt. Foto: Norbert J. Becker