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16. Oktober 2017

SG 99 verliert 1:5 gegen Saarbrücken und Hornberg per Platzverweis

Quelle: Rhein-Zeitung (Ausgabe Mayen/Andernach)

Auch im vierten Anlauf hat es nicht geklappt mit dem ersten Punktgewinn für die Fußballerinnen
der SG 99 Andernach. Der Unterschied zu den ersten drei Niederlagen: Das 1:5 (0:1) des
Zweitliga-Neulings gegen Tabellenführer 1. FC Saarbrücken war verdient. Zwar lobte die Saarbrücker Co-Trainerin Sarah Kolasinac, die Chefcoach Taifour Diane in der Pressekonferenz vertrat, den Gegner höflich: „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider. Wir hatten es mit einem sehr starken Aufsteiger zu tun, der es uns von Anfang an schwer gemacht hat.“ Doch letztlich kam auch sie zu dem Schluss: „Wir hatten die klareren Chancen und haben deshalb verdient gewonnen.“

Dieser Erkenntnis konnte und wollte sich auch der Andernacher Teamchef Kappy Stümper nicht
verschließen. „Den Unterschied macht die Cleverness in den entscheidenden Situationen.“ Trotzdem fand er nicht zu Unrecht: „Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen.“ Lange hatten die Bäckermädchen den favorisierten Saarländerinnen Paroli geboten, bis die erste Chance des FCS gleich zum ersten Tor führte. Kimberly König wehrte einen nicht allzu scharf geschossenen Ball von Jacqueline De Backer unglücklich zur Seite ab, der Ball kullerte die Torlinie entlang, bis Marie Steimer ihn endgültig ins Netz stupste (19.). Teamchef Stümper beklagte „unsere individuellen Fehler, die hart bestraft werden“. Allerdings hatten die Gastgeberinnen bei allem Engagement das gegnerische Tor im ersten Durchgang kaum in Gefahr gebracht.

Die Hoffnung, nach der Pause die Gäste aus dem Saarland vielleicht doch noch mal in Schwierigkeiten zu bringen, starb binnen einer Viertelstunde. Clever und effektiv nutzten Jacqueline De Backer, die Chiara Kleins Hereingabe nur über die Linie drücken musste (53.), sowie Klein selbst mit einem 18-Meter-Schuss (57.) die ersten beiden Chancen im zweiten Durchgang zum 0:3.Und als dann noch die nach langer Verletzungspause erstmals wieder eingesetzte Antonia Hornberg, die neuen Schwung auf der Außenbahn bringen sollte, nach nur zwölf Minuten schon die Ampelkarte sah (69.), war die Frage nach dem Sieger beantwortet. Das Foul von Hornberg gegen Lena Reiter war gar nicht mal so schlimm, besonders ärgerlich aber, dass sie die erste Gelbe Karte sah, weil sie es beim Einwechseln zu eilig hatte. Kurz zuvor hatte Jasmin Stümper die Andernacher Bemühungen wenigstens mit dem Ehrentor belohnt, als sie einen Eckball von Katharina Sternitzke ins Tor verlängerte (63.).

Und auch in Unterzahl wehrten sich die Bäckermädchen tapfer und lange erfolgreich gegen ein Debakel, ehe in den letzten Minuten die Kräfte schwanden und die Gäste durch Klein (89.) und Steimer (90.+2) noch zu zwei leichten Toren kamen. „Ein bisschen enttäuscht war ich, dass wir bei diesen beiden Toren nur noch zugeschaut haben“, kommentierte Stümper und schaute ein bisschen weiter voraus: „Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und cleverer werden, damit wir gegen die Gegner auf Augenhöhe dann eine gute Rolle spielen.“ Stefan Kieffer

SG 99 Andernach: König - Langenfeld, Schumacher, Zimmermann, Weingarz - Asteroth (57. Hornberg), Umbach (83. Deckenbrock) - Krumscheid, Isabelle Stümper, Sternitzke - Jasmin Stümper.

Die Stümper-Schwesteren Jasmin (am Ball) und Isabelle (links daneben) sorgten für viel Betrieb in der vordersten Abteilung der SG 99, sie allein konnten die klare Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Saarbrücken aber auch nicht verhindern. Foto: Andreas Walz