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27. Oktober 2017

SG 99 will in Frankfurt die Negativserie beenden

Neben den sportlichen Qualitäten ist bei den Fußballfrauen der SG 99 Andernach derzeit mentale Stärke gefordert: Nach vier zum größten Teil unglücklichen Niederlagen in Serie müssen die Bäckermädchen in der 2. Bundesliga Süd weiter an sich glauben und vor allem fokussiert bleiben, um nach dem kommenden Spiel am Sonntag um 14 Uhr beim 1. FFC Frankfurt II für die folgenden Aufgaben bis kurz vor Weihnachten gerüstet zu sein.

„Wenn es die Wochen der Wahrheit wirklich gibt, dann durchleben wir sie im November und Dezember“, umreißt Abteilungsleiter Bodo Heinemann grob den Zeitraum, in dem sich die Mannschaft mit Gegnern aus der unteren Tabellenhälfte beschäftigen muss. Beginnend mit dem Heimspiel gegen den TSV Schott Mainz, das am Sonntag, 5. November, um 14 Uhr über die Bühne geht. Zum Vergleich: Mainz hat im Gegensatz zur SG 99 noch kein einziges Mal gegen eine Mannschaft auf den Plätzen eins bis fünf gespielt.

Zurück zum kommenden Gegner aus der Main-Metropole, die Tabelle verrät schon fast alles über dessen Verfassung: Vier Spiele, zehn Punkte, 8:1 Tore – das wird einmal mehr eine harte Nuss für die SG 99. FFC-Chefcoach Niko Arnautis wurde Ende September befördert, seit der Demission von Matt Ross, dem bisherigen Trainer der ersten Mannschaft, kümmert er sich um die Belange des Erstliga-Ensembles. In seine Fußstapfen trat der bisherige Co-Trainer Philippe Kabo, er wird unterstützt von den ehemaligen Nationalspielerinnen Kerstin Garefrekes und Kim Kulig. Der Andernacher Teamchef Kappy Stümper sieht der Aufgabe im Stadion am Brentanobad entschlossen entgegen: „Egal, wie gut der Gegner auch sein mag: Wir dürfen nicht nervös werden und müssen immer an unsere Chance glauben.“ Praktisch chancenlos waren seine Schützlinge vor Wochenfrist im Testspiel beim starken Nord-Zweitligisten Borussia Mönchengladbach (0:5). Als „verdient, aber um zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen“ stufte Co-Trainer Armin Grauel dieses Ergebnis ein. Für Andernach hatte diese Begegnung eher den Charakter einer zusätzlichen Trainingseinheit, zumal aufgrund mangelnder Personalmasse sich einige gesundheitlich angeschlagene Spielerinnen gegen den Erstliga-Absteiger durchbeißen mussten.

Für Lena Wiersch (Bänderverletzung im Fuß) kommt ein Einsatz in Frankfurt nicht in Frage, das gilt für Antonia Hornberg aus einem anderen Grund: Sie sah im Spiel gegen Saarbrücken die Gelb-Rote Karte und muss sich das Geschehen am Sonntag von der Tribüne aus ansehen. Allen Widrigkeiten zum Trotz hofft Stümper nun auf eine Überraschung beim favorisierten Tabellenzweiten: „Leider ist es bis jetzt ja so gelaufen, wie das auch zu befürchten war. Aber mit einem Punktgewinn in Frankfurt wollen wir den Grundstein legen für eine dann erfolgreichere Phase.“

Auch in Frankfurt wird es für die SG 99 (blaue Trikots, hier im Spiel gegen Saarbrücken) wieder auf defensive Stabilität ankommen. Foto: Andreas Walz