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29. Oktober 2017

Historisches 1:0 - SG 99 landet ersten Zweitliga-Sieg in Frankfurt

Für Jasmin Stümper schloss sich nach knapp zehn Jahren der Kreis: 2007 schoss sie für den SC 07 Bad Neuenahr das 1:0-Siegtor im Bundesliga-Duell beim 1. FFC Frankfurt. An gleicher Stelle gelang der mittlerweile 29-jährigen Fußballerin nun ein ähnliches Kunststück, mit ihrem Treffer in der 53. Minute sorgte sie für das 1:0 (0:0) unserer SG 99 Andernach im Zweitliga-Duell beim 1. FFC Frankfurt II. „Déjà-vu-Erlebnis“ heißt da wohl der Fachterminus.

„Ja, das ist ihr Platz“, erinnerte sich auch Vater und Teamchef Kappy Stümper an das freudige Ereignis der Vergangenheit und in der Gegenwart im Stadion am Brentanobad. Nach blitzsauberer Vorarbeit von Katharina Sternitzke sprintete Stümper acht Minuten nach der Halbzeitpause in die Hereingabe von der linken Seite und ließ zwei FFC-Abwehrspielerinnen und auch Torhüterin Cara Bösl keine Abwehrchance. Nach dem ersten Saisonsieg des Klassenneulings hatte es nicht unbedingt ausgesehen, Frankfurt war der erwartet starke Gegner, der zu Beginn auch die Szenerie beherrschte. Die beste Gelegenheit bot sich jedoch den ohne die gesperrte Antonia Hornberg angetretenen Gästen, die sich allmählich vom Druck befreiten und durch Sarah Krumscheid (35.) aus kurzer Distanz nur knapp das Ziel verfehlten.

Nach dem dritten Saisontor der Nummer 19 verdienten sich die Bäckermädchen kämpferische Bestnoten, hatten auch in drei Situationen das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite, als erst Torhüterin Kathrin Günther (55.) – sie erhielt diesmal den Vorzug vor Kimberly König –, dann Innenverteidigerin Magdalena Schumacher (67.) und schließlich beide im Verbund (88.) gegen einschussbereite Frankfurterinnen den möglichen Ausgleich mit allen erlaubten Mitteln verhinderten. Auch die SG 99 hatte noch eine Gelegenheit, den Vorsprung komfortabel auszubauen, doch Sternitzke kam nach präziser Rechtsflanke von Jasmin Stümper in der Mitte gegen Bösl den Bruchteil einer Sekunde zu spät (74.) – das war zu verschmerzen. Stümper und seine Schützlinge ernteten im fünften Spiel nun erstmals die sicher verdienten Lorbeeren, aus Sicht des Vereins war es zudem ein historischer Erfolg. Stümper: „Die Mannschaft ist als Kollektiv über sich hinausgewachsen. Da hat sich auch die intensive Vorbereitung im mentalen Bereich bezahlt gemacht.“ Die anderen Ergebnisse der Liga waren weitgehend erfreulich, so kann die SG 99 im Heimspiel gegen den TSV Schott Mainz (Sonntag, 14 Uhr) die Lücke zum Tabellenmittelfeld bereits schließen.

SG 99 Andernach: Günther - Langenfeld, Schumacher, Zimmermann, Weingarz - Asteroth, Umbach - Krumscheid, Isabelle Stümper, Sternitzke (77. Schneider) - Jasmin Stümper (90.+1 Deckenbrock).

Hier wird Jasmin Stümper (blaues Trikot) – beobachtet von Schwester Isabelle (im Vordergrund) sowie Eva Langenfeld (ganz rechts) und Magdalena Schumacher – von zwei Frankfurterinnen am gezielten Kopfball gehindert. Einmal setzte sich die Nummer 19 der SG 99 aber gekonnt in Szene und traf zum entscheidenden 1:0 für den Aufsteiger aus Andernach. Foto: Norbert J. Becker