News

4. November 2017

Schwere Aufgabe: SG 99 möchte Feld von hinten aufrollen

Zum Abschluss der Spiele gegen die fünf Spitzenteams der 2. Bundesliga Süd sendeten die Fußballfrauen unserer SG 99 Andernach ein deutliches Signal an die Konkurrenz: Mit dem 1:0 (0:0) beim zuvor noch ungeschlagenen 1. FFC Frankfurt II haben sich die Bäckermädchen in Position gebracht, um nun im Duell mit vermeintlich schwächeren Mannschaften die Tabelle als Zehnter von hinten ein wenig aufzurollen. Beginnend mit dem Heimspiel am Sonntag um 14 Uhr gegen den TSV Schott Mainz.

Der Andernacher Teamchef Kappy Stümper sagt einschränkend: „Schwache Gegner in dieser Liga gibt es nicht. Was uns jetzt erwartet, sind Mannschaften ähnlicher Kragenweite. Wir müssen die Einstellung und die Leistung aus dem letzten Spiel auf die nächsten Aufgaben zu übertragen.“ Vier Zähler hatte er sich aus den Spielen in Frankfurt und gegen Mainz erhofft, es fehlt nach dem 1:0 in der Main-Metropole rein rechnerisch nur noch einer. „Gegen sechs Punkte habe ich aber auch nichts einzuwenden“, sortiert er den Anspruch schnell neu, zumal gerade Erfolge gegen Konkurrenz aus der unteren Tabellenhälfte praktisch doppelten Wert haben.

Sollte das Vorhaben glücken und danach auch beim unteren Tabellennachbarn SC Freiburg II etwas Zählbares herausspringen, wäre die SG 99 dem sechsten Platz, der ja am Ende den Sprung in die dann eingleisige Zweite Liga garantiert, für den Moment ein gutes Stück nähergekommen. Spielertrainerin Isabelle Stümper und ihr Vater können im Prinzip auf den Kader vertrauen, der auch vor Wochenfrist verfügbar war. Hinzu kommt noch Antonia Hornberg, die nach Ablauf ihrer Gelb/Rot-Sperre wieder mitmischen darf, am Dienstag aber als Vorsichtsmaßnahme das Training kurz vor dem Ende wegen Oberschenkelproblemen abbrechen musste. Für den Andernacher Neuzugang mit der Nummer 31 ist das anstehende Spiel gegen Mainz übrigens kein alltägliches, schließlich trug sie in der Vorsaison selbst noch das Schott-Trikot. „Toni“ war auch Teil der SG-99-Abordnung, die gestern Abend das vorgezogene Punktspiel der Mainzerinnen gegen den 1. FC Saarbrücken beobachtete, um Eindrücke über den kommenden Gegner zu sammeln.

Vor dieser Begegnung war übrigens die Sperre der Mainzer Topangreiferin Chiara Loos (20) abgelaufen, sie kann auch in Andernach mitwirken.  Beim siegreichen Spiel in Niederkirchen am 15. Oktober (4:1) hatte Schott sie schon wieder eingesetzt, obwohl Loos nach ihrer Gelb-Roten Karte in Sindelfingen wegen einer zusätzlichen Unsportlichkeit insgesamt zweimal hätte pausieren müssen. Laut Urteil des DFB-Sportgerichts wurde die Begegnung nun mit 2:0 für Niederkirchen gewertet, dadurch rutschte die Elf von Trainer Stefan von Martinez auf Platz neun zurück. Zusätzlich wurde Loos für das Spiel am vergangenen Sonntag gegen den 1. FC Köln II (2:2) aus dem Verkehr gezogen. Keine Frage also, dass die Mainzerinnen in Andernach verlorenen Boden wieder wettmachen möchten. „Auf Chiara Loos und auch U17-Nationalspielerin Marleen Schimmer müssen wir besonders aufpassen“, warnt Stümper.

Enge „Mann“deckung: Die SG 99 ließ dem 1. FFC Frankfurt II kaum Raum zur Entfaltung, hier bedrängt Caroline Asteroth – beobachtet von ihren Teamkolleginnen Eva Langenfeld (ganz links), Sarah Krumscheid (vorne) und Anna Zimmermann (im Hintergrund) – energisch die ballführende FFC-Spielerin. Ob's nun gegen Mainz ähnlich gut läuft? Foto: Norbert J. Becker